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Anmelden   Trafik 3: Hubert S. 65, Pensionist

Früher, als Hubert noch Raucher war, kam er fast täglich in die Trafik, um Zigaretten der Marke „Memphis“ zu kaufen. Da er nun aber seit beinahe 15 Jahren stolzer Nichtraucher ist, kommt er seltener vorbei, eigentlich nur mehr, um sich eine Fahrkarte für den Bus zu besorgen oder um Lotto zu spielen. Hubert tippt nicht regelmäßig, doch wenn es einen Jackpot oder gar einen Dreifachjackpot auszuspielen gibt, probiert er sein Glück. Er fährt dann mit seinem Fahrrad von seiner Wohnung in der Feldgasse das kurze Stück zur Trafik in die Vinzenz-Muchitsch-Straße und spielt einen Schein mit vier Quicktipps um 5,70 Euro.

Feldgasse / 1981 bis heute
Hubert wohnt mit seiner Frau Erna in einem der Hochhäuser zwischen der Feldgasse und der Südbahn in einer Dreizimmerwohnung mit einem kleinen Balkon. Schon seit 1981 lebt das kinderlose Ehepaar hier. Die Wohnung liegt im vierten Stock, von wo aus Hubert einen freien Blick auf die gegenüberliegende Schrebergartenanlage „Rosengarten“ hat. In der Kleingartenanlage hat das Paar nun schon seit zwanzig Jahren eine Parzelle mit einem kleinen Gartenhäuschen gepachtet. In der warmen Jahreszeit verbringt Hubert viel Zeit in seinem Garten, wo er auch Gemüse anpflanzt. Dass der Garten direkt gegenüber seiner Wohnung liegt, findet Hubert sehr praktisch, da er am Vormittag, während seine Frau kocht, in die Schrebergartenanlage gehen und frischen Salat für das Mittagessen holen kann.

Triester Straße / 1965 bis 1982
Bevor Hubert seine Frau kennenlernte, wohnte er unweit seiner jetzigen Wohnung mit seiner Mutter in der Triestersiedlung, im Muchitsch-Block, wie die in den 1930er Jahren errichteten Gemeindebauten nach einem ehemaligen sozialdemokratischen Bürgermeister der Stadt Graz benannt wurden. Die Gemeindewohnung der beiden lag im zweiten Stock und war der Triester Straße zugewandt. Als Hubert mit seiner Mutter im Jahr 1965 einzog, befand sich unter ihrer Wohnung eine Filiale der Handelskette Konsum, die nach dem Konkurs im Jahr 1995 einer Postfiliale weichen musste. Aber auch die hat mittlerweile geschlossen – Einsparungsmaßnahmen, wie Hubert erzählt.

Lendkai / 1951 bis 1965
Vor der Zeit in der Triestersiedlung wohnten Hubert und seine Mutter am Lendkai in einer Zweizimmerwohnung zur Untermiete. Huberts Mutter hatte 1951 beschlossen, die Obersteiermark zu verlassen und in Graz nach Arbeit zu suchen. Nach einiger Zeit fand sie tatsächlich eine Anstellung in einer Schneiderei, womit das Einkommen für sie und ihren Sohn gesichert war. Hubert besuchte in dieser Zeit die Volks- und Hauptschule und begann eine Lehre als Elektriker bei den österreichischen Bundesbahnen. Dort arbeitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998.

Judenburg / 1945 bis 1951
Aufgewachsen ist Hubert in der obersteirischen Stadt Judenburg. Sein Vater ist kurz vor Huberts Geburt im Jahre 1945 im Krieg gefallen und so musste Huberts Mutter alleine für den Sohn sorgen. Die beiden lebten in einem kleinen Haus unweit des Stadtzentrums von Judenburg.

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